Blick in die Geschichte

Die erste Passionsprozession wurde von den Kapuzinern in Ljubljana zwischen 1608 und 1613 veranstaltet. Ursprünglich war sie zweifellos eine Nachahmung der Prager Prozession, die am Karfreitag 1604 zum ersten Mal veranstaltet wurde, aber auch diese hatte natürlich andere Prozessionen in Europa als Vorbild. Das beweist die enge Verbundenheit des slowenischen Gebiets mit dem breiteren europäischen Gebiet vor allem auf geistiger und kultureller Ebene. Das vom Pater Romuald geschriebene Passionsspiel konnten Slowenen vor fast 300 Jahren problemlos verstehen und annehmen. Damit hatte Pater Romuald gezeigt, dass die slowenische Sprache für besondere Bekenntnisliteratur, auch für Dramen, die oft in Reimen ausgedrückt wird, geeignet und brauchbar ist, so wie die Sprachen von anderen Völkern.

Den letzten Studien der zum Originaltext beigelegten Dokumente nach wurde das Passionsspiel von Škofja Loka zum ersten Mal schon im Jahr 1713 aufgeführt, als der Bischof Kaunitz die Kapuzinerkirche segnete. Dokumente beweisen, dass eine Passionsprozession auch im Jahr 1715 veranstaltet wurde. Der heutige Text aus dem Jahr 1721 ist zweifellos eine nachbearbeitete Form des Passionsspiels, die auf mehrjährigen Erfahrungen basiert. Trotz aller Unannehmlichkeiten in verschiedenen Perioden wurde das ursprüngliche Manuskript von Romualds Passionsspiel aus dem Jahr 1721 im Kapuzinerkloster von Škofja Loka erhalten. Der Pater hat die Einheimischen von Škofja Loka, vor allem Mitglieder von einzelnen Zünften und die Einheimischen von zahlreichen Dörfern in der Nähe von Škofja Loka eingeladen, an der Aufführung teilzunehmen. Dabei gelten zwei Tatsachen zu erwähnen: erstens hat diese Geste bestätigt, dass auch einfache und ungeschulte Menschen aktiv an einer Massenkulturveranstaltung teilnehmen können, und zweitens hat der Leiter der Prozession während der vierzigtätigen Vorbereitung Kontakte und vielleicht auch engere Verbindungen nicht nur zwischen Einwohnern von verschiedenen Orten, sondern auch zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten hergestellt.

Die Passionsprozession wurde in Škofja Loka zum ersten Mal im Jahr 1767 durchgeführt. Die Klosterchronik für das Jahr 1768 sagt: „Die Prozession, die am Karfreitag das Leiden unseres Herrn darstellt und für die schon alles vorbereitet war, wurde vom erhabenen Bischof von Görz am Ende der Fastenzeit verboten und abgeschafft,” wegen neuen Strömungen, die damals das religiöse Leben in zahlreichen Aspekten verändert haben. Škofja Loka gehörte damals unter das Bistum von Görz. Später wurde die Passion als ein Bühnenspiel in verschiedenen Orten aufgeführt; das echte Passionsspiel von Škofja Loka in Form einer Prozession wurde im Jahr 1999 wieder belebt. Es wurde auch in den Jahren 2000 und 2009 veranstaltet.

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