Sehenswürdigkeiten

Das Schloss von Škofja Loka

Es steht auf der Terrasse eines umfangreichen Berglands, das sich von den letzten Häusern am Platz Mestni trg bis zu den bewaldeten Steilhängen von Lubnik erstreckt. Das jahrhundertealte Gebäude ist stilistisch uneinheitlich, weil es in verschiedenen Perioden angebaut, renoviert und verändert wurde. Die ersten Entwürfe des Schlosses stammen aus dem 13. Jahrhundert; das ursprüngliche Schloss wurde nämlich von den Bischöfen von Freising bald nach dem Erhalt des Gebiets von Škofja Loka errichtet. Beim Erdbeben in 1511 wurde das Schloss fast völlig zerstört. In den nächsten Jahren, von 1513 bis 1526, wurde es unter der Herrschaft vom Bischof Philipp neu erbaut.

Das Museum von Škofja Loka

Das im Jahr 1939 gegründete Museum befindet sich im Schloss von Škofja Loka, das zum ersten Mal 1202 erwähnt wurde. Es beinhaltet eine archäologische, geschichtliche, kulturgeschichtliche, Kunst-, ethnologische und naturkundliche Sammlung und ein Freilichtmuseum. Das Museum schützt das Natur- und Kulturerbe des Gebiets von Škofja Loka, das von 973 bis 1803 (830 Jahre) im Besitz des Bistums Freising war.

Das Tavčar-Schloss in Visoko

Auf der Terrasse über dem rechten Ufer des Flusses Poljanska Sora, der das Bergland von Škofja Loka einfasst, stehen die Kirche des Hl. Volbenks und zwei große Gehöfte.  Das größte und mächtigste gehört der Kalan-Familie. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es in Tavčar-Gehöft umbenannt, weil der Schriftsteller und Politiker Ivan Tavčar den Besitz kaufte. Ein bisschen beschiedener ist das in der Nähe von der Brücke stehende Debeljak-Gehöft, das den ursprünglichen Wohnungs- und Wirtschaftszweck bewahrte.

Das Nace-Haus

Am Rand des Dorfes Puštal, gleich neben dem mittelalterlichen Škofja Loka, steht über dem rechten Ufer der Poljanska Sora das Nace-Haus. Das ist das einzige Haus in Škofja Loka, das seit dem 18. Jahrhundert sein Äußere und das Wohnhaus nicht wesentlich verändert hat. Im Grundriss ist es ein typisches Alpenhaus. Im Erdgeschoss gibt es einen gemauerten Flur, eine Schwarzküche, ein Holzunterhaus, eine Kammer und einen Getreidespeicher. Die Jahreszahl 1755, die auf der Unterhausdecke steht, markiert das Jahr der gründlichen Renovierung im Barockstil. Seltene spätgotische gemeißelte Steindetails beweisen, dass das Haus im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Das Nace-Haus ist das bestbewahrte Bauerngebäude im Gebiet von Škofja Loka und in der Umgebung von Ljubljana.

Die Kapuzinerbibliothek

Das Kapuzinerkloster ist für die Bibliothek des Paters Romuald Marušič im Klosteranbau berühmt. Dort gibt es rund 5.200 alte Bücher, die als Kulturdenkmal geschützt sind, darunter auch 21 Inkunabeln, was vor dem Jahr 1500 gedruckte Bücher sind; das älteste Buch wurde im Jahr 1473 gedruckt. Das berühmteste Manuskript ist das PASSIONSSPIEL VON ŠKOFJA LOKA (Processio Locopolitana), das 1721 von Pater Romuald Marušič endgültig gestaltet und kalligraphiert wurde. Das Passionsspiel ist das älteste völlig erhaltene slowenische Drama mit Regieanmerkungen. Im Kloster kann man auch die Ausstellung über das Passionsspiel von Škofja Loka ansehen.

Die Stein – bzw. Kapuzinerbrücke

Die halbkreisförmige Brücke wurde aus geschnittenem Stein erbaut. Sie wurde Mitte des 14. Jahrhunderts auf Anordnung vom Bischof Leopold gebaut. Im Mittelalter standen neben der Brücke das Selce-Tor mit dem Wachtturm. Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts, als die Kapuziner nach Škofja Loka kamen, in Kapuzinerbrücke umbenannt. Im Jahr 1888 wurde sie renoviert und mit einem Eisengeländer ausgestattet. In der Mitte wurde die Statue des Hl. Johannes Nepomuk mit dem Wappen von Škofja Loka auf dem Sockel gesetzt. Die beiden Ufer sind noch heute von der über sechshundertjährigen Brücke, dem ältesten Denkmal seiner Art in Mitteleuropa, verbunden.

Die Kirche Mariä Verkündigung in Crngrob

Die Kirche in Crngrob ist seit dem Mittelalter eine beliebte Wallfahrtskirche. In  dem neogothischen Schuppen steht auf der Fassade der Kirche ein Fresko des Hl. Sonntags, das aus der Mitte des 15. Jahrhunderts stammt und die Arbeiten, die damals sonntags nicht erledigt werden sollten, darstellt. Die Wallfahrtskirche Mariä Verkündigung ist eine der schönsten mittelalterlichen Kirchen in Slowenien. Sie wurde ab Ende des 13. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Auf der Stirnseite gibt es das Fresko vom Hl. Christophorus mit Jesus auf seiner Schulter. Die Leute haben sich an Christophorus gewandt, um gegen einen schnellen Tod zu beten.  Der Maria geweihte Hauptaltar hat den Ruf des größten Goldaltars in der Region Gorenjsko. In der Kirche gibt es auch eine Art Museumsexponat, das hier schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts stehen soll. Der Legende nach gehörte es dem „Heidenmädchen“ (Ajdovska deklica).

Der Hemma-Pilgerweg

Der Hemma-Pilgerweg verbindet die Orte, die mittelbar oder unmittelbar mit dem Leben der hl. Hemma verbunden sind. Hemma und ihr Mann Wilhelm II., Graf von Friesach und Markgraf im Sanntal, regierten das ganze Gebiet von Friaul bis Obersteiermark und bis zur Region Dolenjsko. Trotz  des tragischen Verlustes ihres Mannes und ihrer Söhne und anderen schwierigen Prüfungen hat sie ihren Glauben nicht verloren. Sie hat ihr Leben der Sorge für die Armen und der Gründung von zahlreichen Pfarren gewidmet. Der Weg führt über die Regionen Koroško, Štajersko, Dolenjsko und Gorenjsko und ist mit dem gleichnamigen Weg in Österreich (Hemma-Pilgerweg) verbunden. Auf dem Gebiet von Škofja Loka führt der Hemma-Pilgerweg über das Tal der Poljanska Sora bis zum Ort Žiri und durch Škofja Loka. Im dortigen Tourismusbüro erhalten Sie alle Infos über den Pilgerweg, die Pilgerbroschüre und die Pilgerlandkarte. Der Weg führt weiter nach Crngrob, wo die Kirche Mariä Verkündigung steht, durch das Tal von Selška Sora zu den Orten Železniki und Sorica.

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